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ACHTUNG AN ALLE KREATUREN DES LEBENS

Wer die Kräfte der Endgültigkeit verschmäht, wird in aller Aussagenlosigkeit des trifaltigen Sumpfstaubes siechen für immer über die unter denen zuteilgehalten werden soll allzu ober und freudig aber progressiv und doch nicht ganz so, wie derjeweilige welcher für einmal die gleißende Öde der Endlichkeit geschmeckt und dann auch das, es ist nämlich wider die eigentliche Unnatur des Todes, sich zu verblößen als wäre nichts, aber auch gar nichts geschehen, aber der Donnerrumpel im dumpfen Gegrummel ist nicht zu verhören, doch sein Glanz ist hin, sein Licht ist hin, seine Träume sind hin, und von seiner Sehnsucht, die einst nach Liebe schrie, ist nichts mehr als müdes Gestöhne, ja so ändern sich die Welten, wenn nur einer eine Wand zieht zwischen den Nachbarn und sich, denn das ist gewiß: daß niemand wird erspähen können die Wahre und Einzige, die da kommt als Engel, denn Engel müssen sie alle sein, hell und rein und lustig und offen, doch Engel sind selten, noch seltener einst gesehen mit den Augen der Wissenden, und wer für immer in dieser Welt weilen muß, der wird es nicht wissen, und wer erfahren hat, daß diese Welt gar nicht seine Welt ist, sondern daß sein Hiersein nur ein Irrtum ist, der weiß zwar von den Engeln, der ist wie die Engel: zu sanft, zu verträumt, zu weit innen für diese Welt, doch auch er wird die Engel nie sehen, nie spüren, nie erleben, er kann nur hoffen, daß eines Tages, in vielleicht tausend Jahren der Irrtum entdeckt wird, aber auch diese Hoffnung ist allzusehr unsicher, noch unsicherer als der Tod, dessen Unsicherheit für ihn aber die allerschlimmste ist.